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Black Pete - Magazin für herausfordernde Brettspiele

Trans Europa

20.05.2012
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Als kurzweiliges Familienspiel stellt Trans Europa den Nachfolger von Trans America dar und kann eine halbe Stunde Spielzeit schon mal auf gefühlte zwei Stunden dehnen.

Auch bei Trans Europa ist es das Ziel der Spieler ein Schienennetz quer durch die vorher noch unberührte (europäische) Pampa zu errichten und die diversen Städte in den Genuss des Fortschritts gelangen zu lassen. Dazu zieht jeder Spielerfünf "Städtekarten" welche die Stationen der zukünftigen Strecke bilden. Jeder Spieler darf (muss aber nicht) abwechselnd Streckenteile in Form von kleinen Holzstäbchen auf der mit einem Dreiecks-Raster durchzogenen Europakarte legen um die Städte auf seinen "Städtekarten" zu verbinden. Das Terrain spielt beim Legen natürlich eine Rolle. Bei leichten Bedingungen darf man zwei Schienen legen, bei Schwierigen nur Eine. Dies sollte man beim Streckenbau beachten, ebenso wie die Regel, dass man bereits existierende Schienennetze anderer Spieler in sein Netz integrieren, und damit schneller bauen kann.

Sobald einer der Spieler seine Strecke zuerst fertig gestellt hat, zählen die anderen Spieler ab, wie viel Streckenteile sie noch gebraucht hätten um die Strecke fertig zu stellen. Dieser Wert wird vom Punktekonto des Spielers abgezogen und auf der Wertungsleiste vermerkt. Eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet, wenn einer der Spieler den Punktestand null erreicht. Der Sieger ist derjenige, mit den am meisten noch verbleibenden Punkten.
Hört sich einfach an und ist es auch - sogar die wortkargsten Spielemuffel sind in der Lage Trans Europa in ein, zwei Minuten zu erklären.

Was ein bisschen stört ist, dass ein Sieg irgendwie purer Zufall ist, da die jeweiligen Sieg-Chancen mit dem Austeilen der "Städtekarten" schon gegeben sind. Auch das Verbinden der Netze untereinander ist dem Zufall zuzuordnen und lässt sich nicht vorher planen. Eine Interaktion findet zwischen den Spielern nur dann so richtig statt, wenn Kinder mitspielen, welchen man gerne hilft den optimalen Weg auszulegen.

Ansonsten gibt's nicht viel an dem Spiel zu finden. Immer und Immer kleine Holz-Schienen auszulegen, in Verbindung mit dem abstrakt gehaltenen Spielbrett kann die Spieler bei Trans Europa nicht lange genug mit dem Thema begeistern. Trotzdem ist Trans Europa im Großen und Ganzen ganz nett gemacht und im Hinblick auf die anvisiert Zielgruppe zum Teil gelungen.

Also: Wer ganz allgemein Spieltechnisch auf den öffentlichen Schienenverkehr angewiesen ist kann sich Trans Europa ohne Bedenken zulegen. Für den Rest gilt:"Ein Hoch auf unseren Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer...!".

rob

Bewertung

38 Punkte
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