Ganz ehrlich: Die Aufmachung von Age of Empires ist wirklich gelungen. So ist das Spielbrett einer alten Seefahrerkarte nachempfunden und mit schönen Bildern stimmungsvoll illustriert. Die Münzen und Figuren aus Kunststoff sind in Hülle und Fülle vorhanden und sind sehr schön anzuschauen.
Die Wirren der Kreuzzüge sind, abgesehen von Experten, den meisten vielleicht nur aus "Robin Hood" bekannt. König Richard kehrt nach siegreicher Schlacht über die Sarazenen heim, keine Sekunde zu spät um Marian mit dem König der Diebe zu vermählen – Die Welt ist wieder in Ordnung, alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Auch wenn der Name und die Verpackung darauf schliessen lassen würden, wird in Antler Island (antler: (engl.) Geweih) keine wilde Jagd veranstaltet - zumindest keine Jagd auf Hirsche.
Und bald sind wir alle verloren: Falls wir das Unheil nicht abwenden können wird in Kürze der "Große Alte" erwachen und das Ende der Zeiten wird beginnen.
„Die Römer kommen!“ So, oder so ähnlich, könnte man die Startbedingungen von Britannia beschreiben.
Jeder Mitstreiter hat sich auf eine Farbe festgelegt, welche ihn zum Häuptling nicht nur eines Volkes sondern gleich von mehreren macht. Dann kann die Schlacht um die Vorherrschaft in Britannien ja losgehen.
Südfranzösische Landschaften bauen und mit seinen Figuren ("Gefolgsleuten") zu besiedeln ist einfacher als man denkt - zumindest auf dem Wohnzimmertisch. Wer allerdings denkt es geht um Mittelalter, Festungsanlagen und Ketzerei - wie es die Verpackungsrückseite verspricht - erwartet Falsches von Carcassonne.
Caylus. Eine kleine Siedlung - eher nur ein Hügel, an dem sich ein Strässchen hinab windet, das ein paar Gebäude zieren. Warum sollte sich der König ausgerechnet um diese kleine unbedeutende Ortschaft scheren? Hier soll ein Schloss entstehen! Ein wirklich prächtiges Schloss. Doch außer den paar Gebäuden, die schon unterhalb der Brücke stehen wird mehr von Nöten sein, um ein ganzes Schloss zu errichten. Sehr viel mehr.
Die Namensverwandtschaft mit dem gleichnamigen Computerspiel-Klassiker ist
durchaus kein Versehen, handelt es sich hierbei um die Adaption dessen
– und stellt sich hier als durchaus gelungen dar.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Plug-and-Play gibt’s bei Civilization
nicht, denn neben dem Wälzen einer wahrhaft epischen Anleitung sollte man
sich vor Spielbeginn zum nächsten Möbelhaus begeben und
Schnell, unterhaltsam, leicht zu erlernen und anspruchsvoll zu handhaben zugleich. Bei der dritten Neuauflage des Klassikers Condottiere bleiben keine Wünsche offen für ein Spiel mit einem bis fünf Mitspieler.
"Nimm du die Schaufeln, ich besorg einen Zeppelin. Damit kommen wir schnell in die Wüste, um die Ausgrabungen zu beginnen."
In Jenseits von Theben schlüpfen alle Spieler in die Rollen von Archäologen, die zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein Wettrennen um die Schätze austragen, die in den Grabungsgebieten Kreta, Griechenland, Mesopotamien, Ägypten und Palästina noch im Verborgenen liegen.
Kill Doktor Lucky bezeichnet sich selbst als „Prä-Krimi-Brettspiel“, wobei gesagt werden muss, dass auch ausgemachte Krimi-Muffel durchaus Gefallen daran finden könnten - Salopp gesagt hört das Spiel dort auf, wo der allsonntägliche „Tatort“ im Ersten beginnt.
Intrigen, Diebstahl und Mord: Am Hofe des Marquis zankt sich die feine Gesellschaft, ihr wahres Gesicht zeigend, so ganz unvornehm um Gold und Edelsteine.
Ahoi ihr Verräter: Land in Sicht! Eigentlich vom Hochland ausgezogen um Ware in fremden Häfen so teuer wie möglich zu verkaufen überkommt einen an Bord schnell mal die Unzufriedenheit und man greift zum Säbel um selbst Hand ans Steuerrad zu legen und den jetzigen Kapitän Kiel holen zu lassen. Allerdings muss man seine Mannschaft bei Laune halten, sonst trifft man ihn sehr schnell dort unten wieder – es sei denn er steuert dann schon wieder das Schiff... Harr, harr, harr!
Mit "Piraten der spanischen Meere" gibt es ein komplettes Brettspiel für wenig Geld! Glaubt man zumindest, sofern man noch Neuling in der großen Welt der Sammelkarten-Spiele ist.
Los geht’s mit dem Kauf eines so genannten Boosters für knapp vier Euro, wobei man vorher noch die Wahl hat, sich zwischen einem der mittlerweile neun angebotenen Themen zu entscheiden – alle mit der Gemeinsamkeit das sie irgendwie mit Piraten und Schiffen auf irgendwelchen Weltmeeren zu tun haben.
Im Westen der englischen Hauptstadt, mitten durch das Viertel Notting Hill verläuft die Portobello Road. Und auf ihr ist der berühmte Portobello Market.
Wer hier einen Stand bekommen will muss sich entweder an die Verwaltung wenden und sich auf einen der schwer erhältlichen Stände auf den Hauptstraßen bewerben, oder sich an die Inhaber der Arkaden und Plätze wenden um sich ein wenig Fläche zum Feilbieten seiner Ware zu sichern. Soweit in London.
Japan im 16. Jahrhundert. Nachdem die Macht der zentralen Staatsgewalt endgültig versiegt, ringen neue Männer um die Herrschaft im Land der aufgehenden Sonne. Legitimiert durch militärische Macht und Landbesitz machen die feudalen Herrscher des Schwertadels ihren Einfluss geltend - und hauen sich in Dirk Henn's Shogun ordentlich die Köpfe ein.
Die Pferde gesattelt und die Sporen geben. Eine Postkutschenstrecke
errichtet sich nicht von selbst. Außerdem gibt es noch bis zu drei Andere,
die stets versuchen die Vorherrschaft im Postgeschäft zu halten.
Wir befinden uns im 13. Jahrhundert in Deutschland, zu einer Zeit in der
Franz von Taxis auf die Idee kam Briefe und Telegramme auf festgelegten
Strecken mit Postkutschen und Kurierreitern zu befördern. Jeder Spieler
versucht durch geschickte Routenplanung, ein wenig Risiko und Glück und mit
Unterstützung von Amtspersonen so schnell wie möglich Streckenposten zu
errichten und begehrte Zusatzpunkte zu sammeln. Ein sowohl unterhaltsames als
auch durchdachtes Wettrennen beginnt...
Als kurzweiliges Familienspiel stellt Trans Europa den Nachfolger von Trans America dar und kann eine halbe Stunde Spielzeit schon mal auf gefühlte zwei Stunden dehnen.
Plündern, Kriegsschiffe, Überfälle, brennende Dörfer, Helme mit Hörnern, blutverschmierte Streitäxte, Nordamerika, Barbaren, nochmal Plündern. So, oder so ähnlich, sieht eine Stichwortsammlung zum Thema 'Wikinger' aus. Dass das Volk der Seekrieger aber auch anderen Haupt- und Nebenbeschäftigungen nachgegangen ist wird einem auf jeden Fall deutlich, wenn man sich die Anleitung zum Hans im Glück Titel 'Wikinger' zu Gemüte führt. Dort geht es nämlich nicht um das kriegerische und barbarische Dasein der einzelnen Sippen, sondern ausschließlich um Inseln und deren geschickte Besiedelung mit Handwerkern, Adeligen und Kriegern.